• Eine Grafik vergleicht den Kursverlauf von Bitcoin in jeder seiner mittlerweile vier Mining-Epochen.
  • Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte Bitcoin bis zum Dezember 2022 die Marke von $100.000 knacken
  • Es besteht weiterhin große Nachfrage nach Kryptowährungen, aber durch COVID-19 besteht ein hoher Unsicherheitsfaktor.

Eine interessante Grafik stellt die Kursentwicklung von Bitcoin in jeder Mining-Epoche dar. Dies könnte uns einen Anhaltspunkt dafür geben, wo die Reise in den nächsten dreieinhalb Jahren hingeht.

Der Twitter-User @ChartsBtc ist nach eigenen Angaben “besessen” von Bitcoins vierjährigem Halving-Zyklus. Er postete eine Grafik, welche sehr deutlich aufzeigt, wie sich der Kurs in jedem dieser Zyklen entwickelt hat.

Finde den Bull-Run

Im obigen Chart ist der Kursverlauf von Bitcoin in jeder seiner vier Epochen graphisch dargestellt. Der Graph verwendet eine logarithmisch skalierte Y-Achse, das heißt zwischen je zwei der eingezeichneten horizontalen Trennlinien verzehnfacht sich der Kurs jeweils.

Die einzelnen Epochen sind dabei jeweils mit unterschiedlichen Farben eingezeichnet. Die X-Achse gibt an, an welcher Stelle zwischen dem ersten und dem letzten, 210.000sten Block der Epoche der Kurs eingezeichnet wurde. Der Kursverlauf der ersten Epoche ist nicht vollständig, da es in der Anfangszeit von Bitcoin noch keine Handelsplattformen gab, um die Kryptowährung gegen Fiatgeld einzutauschen. Laut Wikipedia lag der erste bestimmbare Kurs bei nur $0,08 US-Cent.

Falls Sie den Kursanstieg in der letzten Woche noch nicht in dem Chart entdeckt haben, hier ist er:

Wo geht die Reise hin?

In den beiden vorherigen Fällen zeigt sich nach dem Having ein deutlicher Kursanstieg, welcher darauf zurückgeführt werden kann, dass sich das BTC-Angebot verknappt. In den Epochen zwei und drei erreichte der Kurs seinen Höchststand jeweils im Dezember, 2013 und 2017, woraufhin er deutlich einbrach.

Viele erklären sich dies durch den Neujahrseffekt, da in dieser Zeit viele Bitcoin-Besitzer Fiatgeld für den Kauf von Geschenken zu Weihnachten und dem chinesischen Neujahr brauchen. Aus diesem Grund wird der Markt zum Jahreswechsel mit Bitcoins geflutet. Falls sich die Geschichte wiederholt, dürfte Bitcoin seinen Höchststand in der jetzigen vierten Epoche entweder im Dezember 2020 oder im Dezember 2021 erreichen.

Bei einer durchschnittlichen Blockzeit von etwas weniger als 10 Minuten (unter der Annahme dass die Hashrate weiter steigen wird), werden pro Tag im Schnitt 150 neue Blöcke geschürft. Damit stehen wir zum Jahreswechsel 20/21 etwa bei Block 665.000, 21/22 bei Block 720.000 und 22/23 bei Block 774.500. Anfang 2024 steht dann das nächste Halving an.

Im Chart unten sind die drei kommenden Jahreswechsel ungefähr eingezeichnet:

Anmerkung: Die Jahreswechsel beziehen sich ausschließlich auf die laufende Epoche, nicht auf die vergangenen.

Sollte es einen ähnlichen Bull-Run geben, wie in der vergangenen Epoche, der bis in den Dezember 2022 anhält, so ist es gut möglich, das Bitcoin bis dahin die Marke von 100.000 USD überschreitet, aber ist das denn überhaupt wahrscheinlich?

Bitcoin-Nachfrage bleibt konstant

Bereits jetzt ist 2020 ein Jahr voller Erfolgsgeschichten. Deutsche Banken dürfen Verwahrungsdienste anbieten, seit Kurzem auch US-Banken. Institutionelle Investoren werden immer mehr auf Kryptowährungen aufmerksam. DeFi beginnt damit, sich als veritable Alternative zum traditionellen Finanzsystem zu positionieren.

Damit sind alle Weichen für einen anhaltenden Bull-Run gestellt. Wäre da nicht ein klitzekleines Problem. Durch COVID-19 besteht eine hohe Unsicherheit, was die Zukunft angeht. Der Marktcrash im März hat gezeigt, dass auch die Krypto-Märkte von Erschütterungen durch schwarze Schwäne betroffen sein können.

Die weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken hat die unverzüglichen Auswirkungen der Pandemie vorläufig abgefedert. Es ist jedoch ebenso gut möglich, dass uns das Schlimmste noch bevorsteht. Wie sich Bitcoin in einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise verhalten wird, wissen wir noch nicht.

Tobias W. Kaiser Autor

Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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