• Durch die Partnerschaft mit BitPay ermöglicht Twitch einen Rabatt für Krypto-Zahlungen auf Premium-Abonnements.
  • Da Kryptowährungen in ihrem Wert langfristig steigen, möchten viele Besitzer ihre Coins nicht ausgeben.
  • Durch Rabatte oder Staking-Geschäftsmodelle lässt sich diese Tendenz durchbrechen.

Der Streaming-Dienst Twitch arbeitet mit dem Zahlungsdienstleister BitPay zusammen, um Krypto-Zahlungen für Abonnements und virtuelle Güter zu ermöglichen. Nun bietet BitPay einen Rabatt von 10 % auf diese Zahlungsmethode.

Der von Amazon betriebene Live-Streaming-Dienst hat einen besonderen Fokus auf Gaming und eSports. Nun scheint er auch die Krypto-Gemeinde für sich begeistern zu wollen.

Das Geschäftsmodell von Twitch

Wobei jeder Livestreams bei Twitch schalten kann, bietet die Plattform ein Partnerprogramm für ausgesuchte Streamer. Dabei können die Zuschauer diese ausgesuchten Kanäle kostenpflichtig abonnieren. Dadurch können sie sich die Streams des Kanals werbefrei ansehen und erhalten weitere Vorteile, wenn sie mit dem Kanal interagieren, wie beispielsweise angepasste Emoticons.

Gleichzeitig unterstützen die Abonnenten den Kanal, da Twitch einen Teil der Einnahmen an den Streamer weitergibt. Für kleinere Streamer gibt es auf Twitch ein Affiliate-Programm wobei diese ebenfalls von Abonnements profitieren können.

Um dieses Geschäftsmodell voranzubringen betreiben Amazon und Twitch verschiedene Aktionen, bei denen die Nutzer auf verschiedenen Wegen Gratis-Abos erhalten können, zum Beispiel durch die Mitgliedschaft bei Amazon-Prime. Über die Partnerschaft mit BitPay bietet Twitch jetzt einen Rabatt von 10 % für Zuschauer an, die ihre Abonnements mit Kryptowährungen bezahlen.

Krypto-Enthusiasten als Zielgruppe?

Prinzipiell ergibt es viel Sinn, dass sich Twitch den Besitzern von digitalen Assets zuwendet, da es sehr große Überschneidungen zwischen der Krypto- und der Gamer-Szene gibt. In der Praxis gestaltet es sich allerdings schwierig, Kunden für Krypto-Zahlungen zu begeistern, selbst wenn sie bereits Kryptowährungen besitzen.

Die meisten Besitzer von digitalen Assets sehen diese primär als Investmentvehikel und nicht als Zahlungsmittel. Das liegt einerseits daran, dass Krypto-Zahlungen weniger praktikabel sind, als traditionelle Zahlungswege und auch nicht weitläufig akzeptiert werden. Das eigentliche Problem liegt allerdings darin, dass für Kryptowährungen ein langfristiger Wertanstieg erwartet wird, während Fiatwährungen inflationär sind.

Vor die Wahl gestellt, ob sie Einheiten einer Währung ausgeben, welche im Wert langfristig sinkt, oder einer Währung die im Wert langfristig steigt, wählen Menschen natürlicherweise die schlechtere Währung und behalten die bessere Währung. Diese Tendenz zeigte sich historisch immer wieder bei inflationären Währungen. Diejenigen Währungen, welche an Wert verloren, wurden als primäres Zahlungsmittel verwendet, während stabilere Währungen der Werterhaltung dienten.

Rabatte auf Krypto-Zahlungen sind das einfachste Mittel um diese Tendenz zu durchbrechen. Allerdings bilden sich besonders in der Krypto-Wirtschaft viele Geschäftsmodelle, welche einen viel natürlicheren Weg bieten, diesen Interessenkonflikt aufzulösen. Das Zauberwort hierbei heißt Staking.

Viele Krypto-Dienste bieten ihre Benutzern Vorteile, wenn sie den nativen Token des Dienstes kaufen, oder für eine längere Zeit halten. Ein gutes Beispiel dafür sind Krypto-Börsen, welche Token-Besitzern einen Rabatt auf Handelsgebühren oder weitere Vorteile einräumen.

Dadurch werden auch zirkuläre Geschäftsmodelle möglich. So geben beispielsweise viele Krypto-Debitkartenanbieter einen eigenen Token als Belohnung für die Verwendung der Karte heraus. Die Nutzer, welche solche Belohnungen erhalten können den Token entweder über eine Börse verkaufen, oder ansammeln, um höhere Mitgliedschaftsvorteile zu erhalten. Durch Staking haben die Nutzer vieler Plattformen die Möglichkeit, ihre digitalen Assets zu behalten, aber dennoch in den Genuss verschiedenster Vorteile wie kostenlose Premium-Mitgliedschaften oder Aidrops zu kommen.

Tobias W. Kaiser Autor

Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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